Bayern gilt als Bundesland mit der stärksten Sonneneinstrahlung. Die Förderung des Solarstroms hat die Ingolstädter Firma Anumar GmbH zum Geschäftsmodell erhoben. Entlang der A9 und der A93 finden sich große Solarparks: Der Boden ist gepachtet, die umfangreiche Solartechnik gehört der Anumar. Doch auch mitten im Land legen sie professionell zum Teil riesige Solarpaneel-Flächen an. Jährlich sollen 50–90 hinzukommen. Die mittlerweile eingespeiste Strommenge von 2 Gigawatt entspricht zwei mittleren Atomkraftwerken. Doch Wirtschaftsministerin Katharina Reiche will 2027 die Förderreißleine ziehen. Auch darauf ist Anumar vorbereitet. Immerhin halten die Zusagen der Vergangenheit bis die Anlagen amortisiert sind.
Viele stören sich an der Veränderung der Landschaft durch die Solarpaneelflächen, während die Grünen ihre wahre Freude an der regenerativen Energie ohne Nebenwirkungen haben. Der Nachteil der Sonnenenergie liegt in ihrer unterschiedlichen Verfügbarkeit: Sie fehlt nachts und in den Wintermonaten, so dass die Wirtschaft wie z. B. Rechenzentren aus ihr keinen gleichmäßigen Strom bekommt. Zudem wird im Winter durch Heizung und Licht mehr Strom gebraucht. Das soll die Speicherung der Energie ausgleichen. Zudem liefern Windkraftwerke mehr Strom in den Wintermonaten. Es ist auch schade, wenn Stromüberproduktion in den Sommermonaten zum Abschalten der Windräder führt bzw. der Strom an Nachbarländer nicht nur verschenkt wird, sondern auch noch für die Abnahme bezahlt werden muss.
Solarenergie ist ideal, Kühlung im Sommer zu ermöglichen. Sie kann auch für Atomkraftwerke einspringen, die wegen Wassermangels still gelegt werden müssen wie z. B. in Frankreich und Ungarn. Hierzu müssen Leitungen gebaut werden, denn der Sommer 2026 wird sich noch öfters wiederholen. Durch eine bayerische Erfindung soll Wasserstoff als Speicher sehr wirtschaftlich werden. Es wird dann nur 1/30. der heutigen Energiemenge gebraucht, aus Wasser Wasserstoff und Sauerstoff entstehen zu lassen. Über den Wasserstoff wird in Brennstoffzellen dann Strom erzeugt. Der Erfinder errechnete so einen Strompreis von 3 Cent/KWh, was als Industriestrom eine Erhaltung der Industrie in Deutschland ermöglicht – ohne Zuschüsse. Wacker Chemie will solch eine Anlage noch im Herbst testen. Wir werden darüber weiter berichten. ek