Auch wenn der heiße Sommer in einen goldenen Herbst überging, der unserem Gemüt so gut tut – Oktoberfestwetter eben –, wir müssen die Zeichen der Zeit sehr ernst nehmen. Die Wissenschaft ist sich einig, dass Hitze und Trockenheit aus dem menschengemachten Klimawandel kommen. Als Ursachen der jedes Jahr steigenden CO₂-Konzentration in der Atmosphäre sind alle CO₂-Emittenten erkannt. Sie reichen vom Kalkbrennen der Zementindustrie bis hin zum Verbrennen fossiler Energieträger (Öl, Gas, Kohle) zur Energiegewinnung, der Heizung und im Verkehr. Das Fatale: Diese CO₂-Moleküle bleiben 1000 Jahre in der Atmosphäre. Wenn wir nicht eine negative CO₂-Bilanz erreichen, d. h. die Konzentration von CO₂ in der Atomsphäre verringern, werden sich die Temperaturen nicht absenken. Das Schmoren wird nicht nur Ernten verringern, Wasser knapp werden lassen, die Schifffahrt im Sommer aussetzen lassen und Hitzetote fordern. Es schmelzen die Pole ab – viel schneller als von der Wissenschaft bisher errechnet –, so dass der Meeresspiegel gewaltig steigt. Manche Experten schätzen die Zunahme auf 60 Meter. Das lässt alle Küstenstädte, ja ganze Länder wie die Niederlande, untergehen.
Das ist heute bereits Fakt, wenn wir weiter meinen, nur mit Techniken der CO₂-Vermeidung dies abwenden zu können: Elektromobilität, Wärmepumpen, Windräder, Solarenergie und Wasserstoff nehmen kein einziges Gramm CO₂ aus der Atmosphäre. Wenn wir 2050 klimaneutral sein sollten, dann steigt bis dahin die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre weiter an oder: Es wird noch heißer. Die Meldung der Uno von letzter Woche gibt nochmals eine Bestätigung: El Niño wird Ende 2026 noch viel schlimmer, so dass 2026 das heißeste und trockenste Jahr in der Geschichte Europas wird. 2027 könnte es noch schlimmer werden. Und Trump leugnet weiter den Klimawandel – wie die AfD – und lässt weiter Öl und Gas fördern. Die europäische Wirtschaft bäumt sich gegen die Klimapolitik der EU auf, weil sie die Konkurrenzfähigkeit gegenüber den USA und weltweit gefährdet sieht. Klimapolitik muss weltweit im Gleichschritt erfolgen, sonst sind auch regionale Ziele für 2050 sinnlos.
2026 lehrte uns auch, dass Waldbrände zunehmen. Damit kommt weiteres CO₂ in die Atomsphäre. Der Weltzustand verschlimmert sich allein dadurch. Für das Heizen mit Hackschnitzeln und Pellets besteht keine Zukunft mehr. Bislang rechtfertigen sie sich aus dem Gleichgewicht des Gesamtwalds, also das Wachstum der Waldfläche oder der Bäumemenge gleicht das Verheizen von Holz wieder aus. Dies ist engstirniges nationales Denken. Doch es wird wenigstens erkannt, dass Bäume diese Welt bzw. das Klima retten können. Es genügt aber nicht nur, Waldbrände schnell zu löschen, es müssen Millionen von Quadratkilometer neue Waldflächen entstehen. Das geht nur noch in den Wüsten. 10 Millionen Quadratkilometer Wald wären heute nötig, die derzeitigen CO₂-Emissionen zu kompensieren – allerdings ernst 10 Jahre nach Pflanzung dieser Bäume.
In einem neuen Versuchswald von 21 km² Fläche in Ägypten soll/muss dieses Konzept veranschaulicht werden. Dieser Funke, dieser Traumwald, soll die Herzen aller Wüstenländer erreichen. Was aber unterstellt wird: Für diese 21 km² ist eine Meerwasserentsalzungsanlage mit einer Kapazität von 1cbm/Sek. nötig. Mit der bestehenden Umkehrosmose-Technik käme solch eine Anlage auf 120 Mio. € alle 10 Jahre. Doch es ist eine neue Technik vorgesehen, die nur 5–10 Mio. € über 20 Jahre erfordert. Und eine noch viel billigere existiert bereits: Das Regnen-Lassen mit Stromabgabe in die Atmosphäre. In Tansania soll sie eingesetzt werden, die Wüstenausdehnung umzukehren. Papst Leo XIV hat dies eingeläutet. Doch diese Technik erfordert eine Luftfeuchtigkeit von 40%. Für die erste Versorgung der Bäume mit Wasser ist sie ungeeignet, aber nach 10 Jahren durchaus. Zugleich kann sie Waldbrände sehr schnell löschen.
Diese Technik über ganz EU-Europa einzuführen kostete nur 1,5 Mrd. €. Mit ihr könnten die Landwirte wieder normale Ernten einfahren, würde so viel Wasser zur Verfügung stehen, wie wir es gewohnt sind, würde Landwirtschaft in Spanien gesichert und es bräuchte keine Investitionen in Bewässerung mehr. El Niño lässt auch Sturzfluten vermehrt auftreten. Würden diese Problemwolken gezielt abgeregnet, würden sich Katastrophen wie im Ahrtal verhindern lassen. Wie lange müssen wir noch warten, bis Europas Politiker so denken wie unser Papst? Die ersparten Milliarden in Europa könnten dazu eingesetzt werden, die Sahara zu begrünen. Auch von den Öl-Scheichs kann dies gefordert werden. Schließlich haben sie bisher ein Leben in Saus und Braus auf Kosten des Klimas geführt. Noch wichtiger: Mehr Öl und Gas im Boden zu belassen. ek