Die Wolnzacher Delegation des Gewerbeverbandes umfaßte nur fünf Personen, so waren alle froh, dass auch Stadt- und Markträte sowie Bürgermeister sich zu den Gästen gesellten und Reden hielten. Für Poperinge Klaas Verbeke, der Christof Dejaegher vertrat, dessen Sohn in Gent seinen Master an diesem Abend erhielt. Simon Zimmermann bedankte sich für die übergroße Gastfreundschaft und lobte das gute Zusammenspiel von Politik und Gewerbe. Die beiden Gewerbeverbandsvorsitzenden, Alfred Hammerschmid und Chantal Vanelstlande, übergaben Geschenke und freuten sich über die Tradition der Festabende der Gewerbeverbände. So wurde das Band der Gewerbetreibenden zwischen beiden Orten wieder erneuert. Ein mehr als reichliches Buffet zeigte die Großzügigkeit der Gastgeber.
Danach pilgerten alle in das Festzelt, wo die Wahl der belgischen Hopfenkönigin stattfand. Was sich früher als eine mehr akademische Darbietung zeigte, überraschte alle: eine große Party mit mehr als 2.400 Fans, einer faszinierenden Moderatorin, perfekter Übertragungstechnik auf große Leinwände, ein fernsehreifes Gesangsduo, das klanglich trotz des hohen Lärmpegels dank Technik faszinierend ankam, Transparente für die Bewerberinnen und jede Menge Bier. Ja, so spannend kann eine Hopfenköniginwahl aufgezogen werden. Die Wolnzacher staunten. Die Bewerberinnen (jeweils ein Dreierteam) mussten viele Geschicklichkeitsaufgaben erfüllen. Spannung pur. Um 12 Uhr standen die Siegerinnen fest: das Team der Dirndlträgerinnen und damit Marianne Baert als Hopfenkönigin, Leonie Douchy als Vize und Schwester Jozefien Baert als Hofdame. Sie sind auf 3 Jahre gewählt.
Der Sonntag lief wie gewohnt an mit einem Festgottesdienst, bei dem die Bürgermeister der Delegationen die Fürbitten in ihrer jeweiligen Landessprache vortrugen, danach Kranzniederlegung, wobei die Wolnzacher Marktkapelle die jeweiligen Nationalhymnen fehlerfrei spielte. Im Rathaus bei der Würdigung der Patenschaften dann eine Innovation: keine großen Reden über Europa und die Verbrüderungen, dafür eine Krönung der neuen Hopfenherrschaften mit vielen Glückwünschen und Geschenken. Christof Dejaegher trug seine Reden in flämisch, deutsch, französisch und englisch vor. Zum Schluss gab es dann Geschenke von allen an alle. Nach einem Stehempfang wartete das Mittagessen in einem neuen Veranstaltungsraum der Stadt im Innenhof des DeKring. Noch eine Innovation: Alle Gäste erhielten ein Bändchen um das Handgelenk und ein Namensschild. Damit waren sie überall frei gehalten. ek
Foto: Eduard Kastner
