Mittlerweile ist bekannt, dass es an Nachschub bei den US-Streitkräften und ihren Verbündeten mangelt. Einerseits fehlen Abwehrraketen wie z.B. der Patriot-Systeme, andererseits gehen den Amerikanern die Bomben und Raketen aus. Sie waren auf solch einen langen Krieg nicht eingestellt und aus den USA wurde zu wenig nachgeliefert. Womöglich fehlt es an den Nachproduktionskapazitäten. Das schwächt die amerikanische Verhandlungsposition gravierend. Die Iraner blockieren weiter die Straße von Hormus. Unsere Kraftstoffpreise gingen in den letzten zwei Wochen weiter durch die Decke. Jeder Grund der Erhöhung treibt sie sofort in die Höhe.
So verdienen die Mineralölkonzerne viele Milliarden zusätzlich. Dagegen sind die Staaten machtlos, siehe das Beispiel USA, wo kein Öl aus dem nahen Osten zum Einsatz kommt. Jede Erhöhung des Rohölpreises stecken die US-Ölkonzerne ein. Es fehlt natürlich an Wettbewerb. Das Merit-Order-Prinzip lässt grüßen. Solange die Ölkonzerne so mächtig sind, steht ein globaler Klimaschutz afu wackeligen Füßen. Elektromobilität können sich nur die reichsten Länder der Erde leisten.
Es wird so keinen Frieden im Nahen Osten geben. Die Israelis werden weiter auf der Vernichtung des iranischen Atom- und Langstreckenraketen-Programms des Iran bestehen. Im Libanon wird der Süden bald so aussehen wie der Gaza-Streifen. Israel verwendet die humanitären Katastrophen als Abschreckungswaffe. Warum gehen eigentlich den israelischen Streitkräften die Bomben und Abwehrraketen nicht aus? So bleibt die Versorgung der Ukraine mit Verteidigungssystemen spärlich. Bis Deutschland und die Ukraine eigene Patriot Systeme bauen, dauert viel zu lange. Aber es ist wenigstens in Gang gebracht worden. Von den USA kommt ja praktisch keine Unterstützung der Ukraine mehr. Aus dem Stellungskrieg wurde ein Drohnenkrieg. Abwehrdrohnen bilden das Gegengewicht zu den Angriffsdrohnen. Alle üblichen Waffensysteme sind zu aufwendig, zu kostspielig. Putin weiß, dass die ukrainischen Drohnen seinen überlegen sind. Und das Angriffsfeld ist für die Ukrainer viel größer. Doch es ist nicht absehbar, wann der Ukraine-Krieg zu einem Ende kommt. Die Grausamkeiten werden stark zunehmen.
All dies beobachtet Xi Jinping ganz genau. Er will 2027 den Krieg um Taiwan beginnen. Um ihn zu vermeiden, wäre Spitzendiplomatie nötig. Unter Trump ist sie nicht vorstellbar. Wenn Taiwan als Lieferant für die Weltwirtschaft z.B. bei Chips ausfällt, droht der Weltwirtschaft der Kollaps. Alle Bemühungen z.B. der EU, diese Abhängigkeiten abzubauen, bleiben bisher zu zaghaft. Infineons neue Chipfabrik geht in diese Richtung, aber sie ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es müssten heute schon die Krisenstäbe für den Taiwan-Konflikt aufgestellt werden. Think-Tanks sollen die Abhängigkeiten der europäischen Industrie von Importen aus Taiwan und auch aus China klar analysieren. Als Konsequenz: Gelingt der EU die Spitzendiplomatie im Alleingang? ek