Die Petersberger Gespräche dienen der Vorbereitung der nächsten Weltklimakonferenz. Sie wanderten deshalb – unter Beibehaltung des Namens – aus der Umgebung Bonns nach Berlin. So wenig Ergebnisse die letzten Weltklimakonferenzen ergaben, desto geringer sind die Erwartungen an die Petersberger Gespräche. Alle bekennen sich zum Klimaschutz und den Zielen von Paris, aber jeder weiß, dass das 1,5-Grad-Ziel nicht mehr zu erreichen ist. Wenigstens haben dies führende Klimaforscher eingestanden. Sie wissen aber auch um die dramatischen Folgen eines Ergebnisses von 4 Grad Erwärmung. Darauf ständig hinzuweisen ist sicherlich einer der Hauptpunkte der Weltklimakonferenzen. Dagegen nehmen sich alle lokalen Kriege bescheiden aus.
Die aktuelle Energiekrise aus der Sperrung der Straße von Hormus macht überdeutlich, wie groß die Abhängigkeit der Weltwirtschaft von Öl und Gas ist. Ohne den Verzicht auf fossile Brennstoffe wird es aber nicht gelingen, den Klimawandel zu begrenzen. Oder besser ausgedrückt: Ohne die CO₂-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger auf null zu bringen. Das Ziel, CO₂ aufzuspalten, besteht weiterhin. In der Zementindustrie wird es bald umgesetzt werden können. Für den Verkehr wird noch einige Entwicklungsarbeit zu leisten sein.
Die Schwächung der Weltwirtschaft aus dem Irankrieg läuft den Klimaschutzbestrebungen entgegen. Es wird schon überlegt, die CO₂-Bepreisung und die Zertifikate auszusetzen. Gaskraftwerke sollen die Grundlast für Strom liefern – um die Industrie in Deutschland zu halten. Leider wird dabei nicht genügend gerechnet: Gaskraftwerke können keinen konkurrenzfähigen Strompreis erreichen. Das galt schon, als wir noch günstiges Gas über Nordstream aus Russland erhielten. Nun wird die Katastrophe für die deutsche Industrie noch größer bzw. wird der Staat den Industriestrom subventionieren wie bei der Rentenkasse. Fusionsreaktoren werden zwar offen diskutiert, aber wir sind noch weit davon entfernt, aus ihnen einen günstigen Strom zu erhalten. Das Bundesumweltministerium rechnete wenigstens bei den „Kleinen Atomkraftwerken“ nach – sie sind unwirtschaftlich und ebenso sicher oder (gefühlt) nicht sicher wie große Atommeiler.
2050 wird die EU keine Klimaneutralität erreichen, wenn alles so weiterläuft. Dabei war so viel Klimabewusstsein bzw. Nachhaltigkeitsdenken in der Bevölkerung und den Unternehmen erreicht worden. Doch PR-Agenturen, die auf Nachhaltigkeit in ihrer Kommunikation setzten, sind arbeitslos. Die Wirtschaft hat die Ohnmacht der Politik erkannt und hat sich darauf eingestellt. Zur Wachrüttelung braucht es wieder große Überschwemmungen, einen deutlichen Meeresspiegelanstieg und katastrophale Dürren. Allein Trump fügt der Weltwirtschaft so viele Schäden zu, dass das Geld für Klimaschutz nicht mehr zusammengeht. Schlimm wäre es um so mehr, wenn dann die großen Klimaschutzmaßnahmen wie der Aufbau der KATAN-Erzeugung, die Begrünung der Wüsten oder die Regnen-Lassen-Technik von WeatherTec nicht mehr aufgebaut würden.
Resignation wäre der schlechteste Klimaschutz. Vielmehr gehören die großen Klimaschutzkonzepte der Politik wie der Bevölkerung vorgestellt und erklärt. Sie geben so viel Hoffnung und sind in den Kosten viel niedriger als der Nutzen. In Anbetracht der Schwerfälligkeit der Welt, neue Wege zu gehen, könnten diese neuen Techniken von der Politik leicht aufgebaut werden: Es ist wegen der Bevölkerungswiderstände viel schwieriger, ein neues Windrad zu errichten, als die Antennen von WeatherTec. Papst Leo XVI. hat das WeatherTec-System als Ziel des Heiligen Jahrs 2025 aufgenommen, damit es bis 2032 umgesetzt wird. Die Katholische Kirche ist damit fortschrittlicher als das EU-Parlament. Es braucht mutigere Politiker. ek