Das Gottvertrauen

April 27, 2026

Prof. Dr. Dr. Löw, Honorarprofessor für Wirtschaftsphilosophie an der philosophischen-theologischen Hochschule Benedikt XVI., sehr erfolgreicher Unternehmer (AlzChem Group) und Investor in bedeutende Monumente wie Burgen, Schlössern und Klöstern in ganz Europa, entschied sich zum Thema „Optimismus“ einen mutigen Vortrag über „Handeln mit Gottvertrauen“ beim Europäischen Wirtschaftssenat zu halten. In Deutschland seien nur noch 38 Mio. Bürger in einer Konfession. Die Rückgänge bei Katholiken und Protestanten in den letzten Jahren waren groß, während weltweit die Katholiken in den letzten 20 Jahren von 1,1 auf 1,5 Mrd. Gläubige anstiegen.

In China herrsche Zwangsatheismus. Echte Atheisten schätzte Prof. Löw auch dort nur auf 4–5 %. Für Deutschland nannte er 9 %. Für sie ist die ganze Welt, wie wir sie heute erleben, durch reinen Zufall entstanden. Wenn etwas nicht richtig läuft, wie z. B. die Wirtschaftskonjunktur, beginnen Atheisten schnell zu jammern. Für sie gilt nur das irdische Leben und das müsse optimiert werden. Um so schwieriger können sie mit schweren Krankheiten und Schicksalsschlägen umgehen. Selbstmord wird als Freitod tituliert.

Im Urchristentum starben viele Christen durch Verfolgung. Ihr Wissen um ein viel schöneres Leben nach dem Tode machte sie stark, so dass schließlich Kaiser Konstantin 313 das Christentum sprich die Katholisch-Orthodoxe Kirche, zur Staatsreligion ernannte. Der Christ sieht die Welt als Schöpfung Gottes, über den er sich aber kein Bild machen soll. Gott sei ein geistiges Wesen in einer anderen Welt. Er steuert aber die irdische Welt mit. Das Leben nach dem Tode findet in dieser geistigen Welt statt. Leid und Ungerechtigkeit der irdischen Welt fasst der Christ als Bewährungsprobe auf. Er kann daraus Pluspunkte für das zweite geistige Leben sammeln. Durch diese ständige Verbindung zu Gott weiß der Christ sich in guten Händen. Er hat Gottvertrauen. Letztlich würde alles gut.

In der Diskussion wurde klar, dass nur der gläubige Christ dieses Gottvertrauen entwickelt, während viele noch Konfessionsgebundene eher selten an Gott denken und deshalb den Optimismus wie die Atheisten verlieren. Die Milliarden an Entwicklungen in der Biologie, von denen wir viele noch nicht verstehen oder überhaupt noch nicht entdeckt haben, geben der Schöpfungsauffassung recht. Dabei sei die Schöpfung noch in vollem Gange. Andererseits sei die Beschreibung der Schöpfung im Alten Testament typisch menschlich und mit vielen Fehlern in der Darstellung behaftet. Auch das Neue Testament ist keine wissenschaftliche Darstellung des Wirkens Jesu, sondern eine Werbeschrift, um Heiden für das Christentum zu gewinnen. Die Nächstenliebe und der Pazifismus als Gebote zeigen aber in eine zukünftige Welt, in eine noch gesellschaftliche Aufwärtsentwicklung. Für den Christen wird die Welt weder im Atomkrieg noch in der Klimakatastrophe untergehen, auch wenn wir heute die Lehre vom Jüngsten Gericht immer weniger verstehen und glauben. Ist mit dem Gottvertrauen und damit Optimismus der Christ dem Atheisten überlegen? Zumindest arbeitet der Christ entschlossener für eine bessere Welt. ek