Der Frauenabend

März 30, 2026

Das Hopfenmuseum war bis zum letzten Stuhl gefüllt mit Zuhörerinnen – darunter nur drei Männer. Auf Einladung der Wolnzacher Buchhandlung Braun kam Jule Ronstedt, Schauspielerin TV/Film und neuerdings Vertreterin der Frauen, mit ihrem Buch „Menomorphose“, aus dem sie sechs Kapitel las – ohne einen einzigen Versprecher und mit starker Mimik. Es sind (fast) selbst erlebte Ereignisse einer Frau in den Wechseljahren. Ronstedt: „Die medizinische Forschung kümmert sich nur zu 20 % um Frauen“. Sie fühlen sich mit ihren hormonellen Umstellungen ab 50 allein gelassen. Doch Ronstedt beklagt auch, dass sie nur noch 20 % der Rollen bekommt im Vergleich zum „Blütealter“ ab 18. So will Ronstedt die viele leere Zeit nutzen, um für die Frauen aufzutreten. Der starke Applaus gibt ihr Recht. Warum gibt es nicht ein Fernsehprogramm für die ältere Frauen? Zuschauerinnen gäbe es genügend. ek

Foto: Eduard Kastner