Am Freitag eröffnete im Deutschen Hopfenmuseum die Ausstellung „Naturgut Hallertau“ der Fotografen Michael Urban und Tobias Rossmann. Auf großen Leinwänden finden sich themenbezogene und grafisch exzellent gestaltete Fotos aus der Hallertau in einer Vielfalt, die mehr als überrascht. Es stehen aber nicht die Menschen der Hallertau im Fokus, sondern die mannigfaltige Natur von blühenden Wiesen, knorrigen Bäumen, Pilzen in Großaufnahme, Flussläufen, Gärten, Naturschutzgebieten u.v.m. Alles ist perfekt fotografiert und in den Farbtönen gut zusammengestellt. Ja, das ist unsere Heimat, die wir so nicht kennen. Natürlich ist eine Leinwand der Hopfenproduktion gewidmet, bewusst im industriellen Maßstab, aufgenommen bei Johann Brenner in Eja.
Die Hopfengärten bilden aber sonst den Rahmen der Landschafts-Perspektive wie z.B. beim Artenvielfaltprojekt in Eichelberg. Dazu hielt Dr. Weyrauch auch eine Aufklärung den 150 Gästen und lobte die sehr gute Zusammenarbeit mit den Autoren, ihre Begeisterung am Thema. Ja, es steckt unendliche Zeit in diesen Aufnahmen. Doch viele Institutionen beteiligten sich: die untere Naturschutzbehörde des Landratsamts Pfaffenhofen und die Landschaftsverbände der übrigen Landkreise der Hallertau. Daher die hohe Besucherzahl zur Vernissage. Selbst der Freisinger Landrat Petz kam. Der Landschaftsschutzverband Pfaffenhofen finanzierte die Erstellung der Tafeln und die Bewirtung der Gäste. So reihten sich viele Redner hintereinander, bevor Michael Urban die Ausstellung selbst vorstellte.
Die beiden Fotografen hatten schon ein Buch „Abenteuer Hallertau“ verfasst, quasi als Einstieg in die Natur-Bilderwelt der Hallertau. Doch die Ausstellung stellt es in den Schatten. Sie soll wenigstens bis März 26 laufen und ist zu den Öffnungszeiten des Hopfenmuseums gratis zu besichtigen. ek
Foto: Eduard Kastner
