Wolnzach feiert

Juli 06, 2026

Das 1. Juliwochenende garantiert in Bayern den Beginn des Sommers und so bietet jeder Ort seinen Bürgern an diesem Samstag mindestens ein Fest. Dieses kann auch die Aufführung der „Bernauerin“ in Vohburg bedeuten. An diesem Wochenende ist Bayern auf den Beinen. Auch in Wolnzach hat sich eingespielt, dass der 1. Samstag des Juli den Kindern gehört mit dem Wolnzacher Kindertag, der weit über die Hallertau hinaus als Einmaligkeit zu sehen ist, gefolgt vom „Wirtefest“, das sich nun „Sommernachtstraum“ nennt, weil auf der Bühne an der Kirche Tanzaufführungen den Abend einleiten. Dieser Supertag hatte heuer auch ein Superwetter: Keine Wolke am Sonnenhimmel, aber eine erfrischende Brise ließ die Hitze erträglich werden. Bis Mitternacht herrschten Temperaturen wie in Italien. Doch danach regnete es heftig.

Auf die Kinder wartete ab 15 Uhr ein mehr als reichliches Programm, getragen von den Gewerbetreibenden vor Ort und Spenden: Hüpfburgen, Jumping, Bull-Riding, Mini-Traktoren, ein Löschschlauch, unzählige Veranstaltungstische für Malen und Basteln, Schminken, Basket-Ball, Bogenschießen und Werf-Ziele u.v.a. Sie reichten vom Marienplatz bis zum Ende der Absperrung an der Preysingstraße. Die Hauptstraße Wolnzachs wurde zur Spielstraße. Alle Stände waren mit engagierten Betreuer(inne)n besetzt. Fast immer begleiteten die Eltern die Kleinen. Ein Fest der jungen Familie. Alle Angebote wurden begeistert angenommen, die Warteschlangen hielten sich in Grenzen. Angebot und Nachfrage waren ideal austariert. Der Gewerbeverband als Veranstalter hat sich zum Profi für Kinder entwickelt.

Die Wirte nutzten den Nachmittag zum Aufbau ihrer Stände für den Abend, versorgten aber die Familien gleich mit. An der Kirche wurde eine Bühne errichtet. Ab 17 Uhr bespielte sie bereits die Tanzschule Saphira mit einem Kinderprogramm. Nach der Abendmesse konnte die Sommernachts-Party so richtig loslegen. Schnell waren alle aufgebauten Tische belegt. Sie reichten heuer bis an die Kreuzung Hopfenstraße/Ampel. Nadine Hock moderierte die weiteren Gruppennummern. Sie haben mittlerweile eine Darbietungsstufe erreicht, die internationalen Maßstäben entspricht. Was hat Wolnzach für ein Glück gehabt, diese Tanzschule in seinem Zentrum zu binden. Oder anders ausgedrückt: Die jungen Wolnzacherinnen tanzen auf höchstem Niveau.

Danach übernahm ein Gesangstrio die Bühne, die aus der Sängerin der Ex-Wolnzach-Band „Inflagranti“ und ihren beiden Töchtern bestand. Die Band-Begleitung kam vom Band, was aber nicht störte. Ihre Gesangsshow fesselte das Publikum bis Mitternacht. Der Rathausplatz war dicht besetzt. „Zur Post“, „Fratellis“ und „Strawanzer“ versorgten die Gäste bestens, ebenso der Wolnzacher Vietnamese und Rauch-Niederlauterbach, den wir vom Volksfest schätzen. Die kulinarische Vielfalt kam bestens an. Kein Gast konnte widerstehen. Das Augustiner floß aus dem Holzfass. Diese 2. Wolnzacher Brauerei beherrschte auch die Schloßstraße. Dort brachte „Jack Rabbit“ Klassiker der Popmusik. Der Gitarrist spielte auch zwischen den Sitzreihen. Gegen Mitternacht packte er meisterliche Soli auf der Gitarre aus. „Da Livio“ rundete das große Angebot vom „Schloßhof“ (1704) ab. Senior-Wirtin Karin Gschlößl versteht sich in Straßenfesten. Was haben wir für ein Glück mit ihr! ek

Foto: Eduard Kastner