Letzten Freitag wurden die Abiturzeugnisse an 93 Gymnasiasten des HGW überreicht. Alle Abiturienten des nun wieder G13 kamen durch. Nur einer musste in die mündliche Prüfung, die er meisterte. Zwar fiel das Abitur heuer in ganz Bayern gut aus – besser als alle davorliegenden G12-Abiture. Die Durchschnittsnote von 2,1 drückt aus, dass es viele mit einem 1-er-Schnitt gibt. In Wolnzach verzeichneten vier Abiturient(inn)en sogar 1,0. Da das Abitur in Bayern einheitlich abgehalten wird, kann dem Hallertau Gymnasium Wolnzach (HGW) bescheinigt werden, dass es zu den besten Gymnasien Bayerns gehört. Denn es schreiben nicht nur die Schüler die Prüfungen. Es liegt auch an der Vorbereitung und Hinführung zum Abitur durch die Lehrkräfte und die Führung des Gymnasiums generell.
Der Schulleiter Christoph Heller hielt eine sehr anspruchsvolle Rede bei der Zeugnisüberreichung. Voraus gingen Gratulationsansprachen von Landrat Albert Gürtner, dem Sachaufwandsträger und von Simon Zimmermann, Wolnzachs neuem Bürgermeister, der auf seine Zeit im HGW stolz war. Er war bei den Gründungsmitgliedern der Big Band. Sie alle sind auf das HGW sehr stolz. Es gibt zu Gymnasien in München kein Gefälle mehr. Beim Jahreskonzert letzten Dienstag war auch ein sehr gutes Verhältnis zwischen Schülern und Musiklehrern spürbar. Gabriele Slesiona wurde in den Ruhestand gebührend mit einem Musikstück aller Teilnehmenden verabschiedet. Doch Frau Slesiona wird weiterhin Stunden am HGW geben.
Auch das Konzert zeigte die großartige Entwicklung des HGW. Alle Stücke wirkten gut einstudiert bis hin zur neuen Bläserklasse. Misstöne: Fehlanzeige. Dabei gibt es viele Gruppierungen: das Schulorchester, die Big Band, das Vokalensemble, die Junior-Jazz-Band, den Unterstufenchor und eben die Bläserklasse aus der 5a und 6a. Souverän durch das Programm führte Robin Backhaus aus der 11. Klasse. Einmalig sind Soli am Flügel von Ziyi Zhon, Klasse 11a, und der Bariton-Gesang von Lukas Scheider, Q13, der weit über das Schulübliche hinausgeht. Scheider wird weiter Gesang studieren. Am HGW hinterlässt er eine unzuschließende Gesangslücke. Michael Sandt erklärte auch zum Schluss, wieviele Mitglieder der Big Band heuer ausscheiden. Doch dies ist üblich. Nächstes Jahr werden wir eine völlig neue Big Band erfahren – und nicht enttäuscht sein.
Auch beim Förderverein des HGW stehen große Veränderungen an. Christoph Heller fungierte provisorisch als Vorsitzender, so dass 2. Vorsitzender Eduard Kastner bei den Schulveranstaltungen als Redner den Förderverein repräsentieren musste. Beide übertragen ihre Ämter an zwei Ex-Schüler des HGW, die sich bei der Mitgliederanwerbung schon sehr erfolgreich zeigten. Während in den ersten Jahren des HGW der Förderverein viel Geld vom Gewerbe einsammelte, liegt nun das Augenmerk des Vereins in der Integration der Ex-Abiturienten, wie es z. B. am Neuburger Descartes-Gymnasium üblich ist. Dort treten alle Abiturienten der „Studiengenossenschaft“ bei, so dass immer der Kontakt zu den ehemaligen Schülern möglich ist.
Alle Lehrer bekundeten, dass der heurige Abiturjahrgang fast ideal aufgestellt war. Heller: „Sie nehmen nicht nur Wissen aus den 9 Jahren am HGW mit, sondern auch einen Wertekanon, der sie durchs Leben führen wird“. Wer behauptet, die heutige Jugend tauge nichts, wird am HGW eines besseren belehrt. Der Schulleiter ist stolz auf seine Schulabgänger. Mission fulfilled. ek
Foto: Eduard Kastner
