Zum zweiten Tag der offenen Türen im Markt herrschten ideale Wetterbedingungen. Die Sonne schien, aber es wurde nicht heiß – eine Temperatur, die als ideal angesehen wird zwischen kalt und warm. Auch die Stände der Dult verführten gerade zu zum Einkauf: Wurstwaren, Holzartikel, Kosmetik, Bekleidung, Backwaren, Snacks, Döner, Süßigkeiten u. v. m. Noch nie hatte der Obsthändler ein so großes Sortiment angeboten. Auch die Landmaschinenhändler präsentierten ihre Höfe voller Produkte. Geschäfte waren geöffnet. Am Marktplatz stellte die Fa. Löffelmann Autos der Marke Toyota aus. Viele Besucher genossen das Treiben von der Gastronomie aus: den Tischen des Cafes „Per Favore“ am Marienplatz und der „Fratellis“ am Rathausplatz.
Doch die Besucherzahl konnte nicht mit dem Märztermin mithalten. Es waren ständig Leute unterwegs und kauften ein, aber nicht die Scharen, ein Bild zu füllen. Das ist aber typisch für den Maitermin. Es zählt deshalb als kleinerer Termin. So wurde auch auf das Pferdefuhrwerk verzichtet oder Einrichtungen zur Unterhaltung der Kinder. Manche Händler packten schon um 16:15 zusammen. Sie waren vom Zulauf und dem Geschäft enttäuscht. Am Christi-Himmelfahrt-Wochenende sind eben viele in den Kurzurlaub verreist. Auch wird es immer schwieriger, solche öffentliche Termine zu bewerben, insbesondere in den Nachbarlandkreisen.
Die Wahlkämpfe und Stichwahlen prägten noch den Märztermin. Fast alle Parteien hatten Stände aufgebaut. Doch am Sonntag gönnten sich alle eine Pause. Die Lücke füllten Christian und Marianne Bäck mit ihrer regionalen Vertretung des Immobilienhändlers Engel & Völkers. Am Haus des Marktes endeten die Dultstände, also auch eine kleinere Besetzung als bei den großen Tagen im März und Oktober. Doch es fehlte nicht an Gemeinderäten auf der Straße: der neue Fraktionssprecher der Freien Wähler, Simon Werstermair, und der frisch gewählte 2. Bürgermeister, Adi Schapfl, mit Frau inspizierten die Dult und ließen sich gratulieren. Die erste Gemeinderatssitzung unter dem neuen Bürgermeister Simon Zimmermann am Freitagabend war konstruktiv verlaufen. Bis auf eine waren alle Gemeinderäte trotz des Brückentagtermins anwesend.
Dies spielte natürlich bei den Unterhaltungen auf der Dult eine Rolle, die wie die Stände zum Tag dazu gehören, v. a. unter den Wolnzachern. Für sie kommt auch immer das Erlebnis hinzu, auf den Straßen im Zentrum nicht vom Verkehr belästigt zu werden, dass das Umfeld des Rathauses zur Fußgängerzone wird. Werden die Parteien ihre Wahlversprechen einhalten? Alles sind auf den neuen Bürgermeister gespannt. Eigentlich hätten die Freien Wähler dann doch einen Stand betreiben sollen, auf dem Zimmermann eine erste Bürgersprechstunde hätte abhalten können und um den Wählern zu danken. ek
