CIA-Kritiker Donald Trump hat auf Bitte seines Gesundheitsministers Robert Kennedy jr. die staatlichen Akten zum Kennedy-Mord für die Öffentlichkeit in vollem Umfang freigegeben. Bislang gab es nur Texte, die an vielen Stellen geschwärzt waren. Mit der Ermordung der Brüder John F. und Robert setzten sich schon viele Bücher und Filme auseinander, mehrere Ausschüsse und Kommissionen beschäftigten sich vor allem mit dem Präsidentenmord. Die Freigabe nach 61,5 Jahren erfolgt, weil es zu keinen Verurteilungen der Mörder mehr kommen wird. Sie alle sind über 82 Jahre alt, zudem die juristische Aufbereitung einer Anklage auch mindestens 3 Jahre erfordert und ein Prozess Jahre dauert. Nach 65 Jahren kann auch vielem nicht mehr nachgegangen werden, womit eine Verurteilung schwierig wird.
Doch wer waren die Mörder? Es wurde die Mafia angeführt. Aber warum soll sie der amerikanische Staat so lange decken? Die Schwärzungen der Texte wurden von amtlicher Seite vorgenommen. So bleibt nur der CIA übrig. Es gibt viele Gründe für eine Rache des Geheimdienstes. So blies John F. Kennedy die Operation des CIA in der Schweinebucht Cubas ab. Viele Agenten ließen dabei ihr Leben. Der CIA konnte sich auf eine große interne Opposition gegen den Präsidenten stützen. Im Präsidentschaftswahlkampf unterlag Richard Nixon nur knapp. Nixons Kriminalität offenbarte sich, als er selbst später Präsident wurde, in der Watergate-Affäre, wegen der er zurücktreten musste.
Schon längst wurde Lee Harvey Oswald nicht als einziger Mörder Kennedys erkannt. Ballistische Auswertungen der abgefeuerten Schüsse auf Kennedy wiesen auf mehrere Schützen hin. Oswald war nur vorgeschoben als offizieller Mörder und wurde selbst ermordet, damit diese Version nicht widerlegt werden konnte. Der Mörder Oswalds, Jack Ruby, ein Nachtbarbetreiber und Krebspatient im Endstadium, war auch nur ein Handlanger. Seine Tat war genauso vorbereitet wie das Engagement Oswalds. Nach dem Attentat wurden weitere Personen ermordet. Es waren Zeugen. Die polizeilichen Ermittlungen lieferten die Adressen. Spätestens hier trennt sich die potentielle Täterschaft. Während die Mafia oder sonstige organisierte Kriminalität nur über Bestechung an solche Informationen gelangen konnten, hatte es die CIA viel einfacher: Er saß an der Quelle der Informationen.
Als Robert Kennedy sich um die Präsidentschaft bewarb und Chancen hatte, die Wahl zu gewinnen, wurde er ermordet. Er hätte sonst die Täter entlarven können. Edward Kennedy schaltete sich selbst durch Chappaquiddick aus, als er am Tod seiner Sekretärin Schuld hatte. Weitere Mitglieder der Kennedy-Familie und auch von Onassis kamen durch mysteriöse Flugzeugabstürze und andere Unfälle ums Leben. Die Häufigkeit der Vorfälle sprengt jede statistische Normalität. Das spricht eindeutig für den CIA als Täter. Er war viele Jahre nach dem Attentat genauso aktiv und verhinderte die Aufklärung. Nur eine staatliche Stelle konnte alle Ausschüsse zur Findung der Attentäter in die Irre führen. So blieb es immer bei Lee Oswald als alleinigen Täter. Ob die nun frei gegebenen Akten direkt zu den Tätern führen, ist eher unwahrscheinlich. Es wurde ja nie der CIA als Täter benannt. Die Akten sollten aber eine Täterschaft des CIA nicht ausschließen. Und es bedarf eines mutigen Anklägers. ek
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