In diesem Jahr steht Jerusalem zu Ostern in ständigem Alarm. Die Raketenabwehr der Israelis funktioniert sehr verlässlich, doch Teile der abgeschlossenen Raketen fallen auf die Städte. So erging es einer orthodoxen
Repräsentanz an der Grabeskirche. Auf der anderen Seite bombardieren israelische und amerikanische Flugzeuge entscheidende Gebäude im Iran. Netanjahu will den Krieg nicht so schnell beenden wie Trump. Sein Kriegsziel ist es, die bedrohliche Situation für lange Zeit auszuschalten d.h. das Mullah-
Regime so zu schwächen, das es keine Feindseligkeiten zu Israel mehr unterstützen kann. So wird auch am Sabbat und zu Ostern so viel geflogen wie möglich.
Unser Ostern deckt sich mit dem wichtigsten Fest der Israelis, dem Passah-Fest, zu Ehren des Auszugs der Israelis aus ägyptischer Gefangenschaft unter Moses. Voraus gingen Kindermorde in der ägyptischem Oberschicht, verübt von Israelis. Offiziell kam der „Würgeengel“, denn die Mörder agierten geschickt, hinterließen keine Spuren. Nach der Bibel bewachte auch ein Engel, ein Jüngling in weißem Gewand, das leere Grab Jesu. Es war natürlich kein echter Engel, sondern ein Essener, die sich alle weiß kleideten. Männer in weißen Gewändern kommen öfter in der Bibel vor. Ihre Erwähnung spricht für ihre Wichtigkeit. Sie waren eine Art Systemschutz Jesu. Sie sorgten dafür, dass Jesus ganz schnell vom Kreuz abgenommen wurde und die Grablegung von heilenden Kräutern begleitet wurde, namentlich Myhrre. Sie holten Jesus aus dem Koma und pflegten ihn. Das Wunder der Auferstehung ist damit nicht zerstört, denn vor Jesus überlebten keine Gekreuzigten, vor allem auch, weil sie vom Kreuz nicht schnell abgenommen wurden.
Selbst erweckte mehrmals Tote, holte sie ins Leben zurück. Am erstaunlichsten erfolgte dies bei Lazarus, der schon drei Tage lang im Grab lag. Für Jesus schliefen diese „Toten“ nur, befanden sich also im Koma. Diese Erweckungen waren eine symbolische Vorwegnahme der eigenen Rückkehr aus dem Reich der Toten. Jesus sagte diese Rückkehr voraus, sie wurde auch von Propheten vorhergesagt, genauso wie die Hinrichtung des Menschensohn, dem Tod am Kreuz. Aus medizinisch-biologischer Sicht gibt es keine andere Erklärung für das Überleben der Kreuzigung. Das Wunder liegt in der Wahrwerdung dieser Vorhersagen, gerade beim Messias. Deshalb ist es berechtigt, Ostern groß zu feiern.
Die Urirche bis 300 n. Chr. übernahm diese Unerschrockenheit vor dem Tode. Gerade in Rom wurden Tausende von Christen hingerichtet. Sie wussten von ihrem Fortleben nach dem irdischen Tod. Ihr Pazifismus war stärker als die Macht Roms. Deshalb ernannte Kaiser Konstantin nach seinem Umzug nach Byzanz (heute Istanbul) das Christentum zur Staatsreligion. Doch damit begann die irdische Macht der Kirche, die Anhäufung von weltlichem Reichtum, die Abkehr vom bedingungslosen Pazifismus. Die Juden erlebten schon 70 ihr Gericht: der Tempel und fast ganz Jerusalem wurden von den Römern abgerissen und niedergebrannt. Die Juden zogen in die Sklaverei und Vertreibung. Es gab keinen Staat Israel mehr.
Und nun wieder ein Krieg zur Verteidigung des neuen Staates Israel, assistiert von den heutigen Römern. Doch Raketen und Drohnen schlagen auch in den Golfstaaten ein. Könnten daraus neue Freundschaften mit Israel entstehen? Es wäre gut, wenn das Nahost-Problem endlich entschärft würde, der Frieden nach diesem Krieg von Dauer wäre. Oder, wenn die Amerikaner sich durchsetzen, einen Schlussstrich jetzt zu ziehen, wird es zu einem dritten Iran-Krieg kommen. ek
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