Der 3. Krieg

März 16, 2026

Zum Ukraine- und Gaza-Krieg ist nun auch der Iran-Krieg hinzugekommen, der bereits deutliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft zeigt. Die Energieversorgung aus den Staaten der Arabischen Halbinsel ist gestört, die Preise für Rohöl stiegen stark und schon wird von einer weiteren Wirtschaftskrise gesprochen, speziell in Deutschland. Es wird aber auch klar, dass nach wie vor das Öl die Welt regiert und der Klimaschutz ad absurdum geführt ist. Schon aus wirtschaftspolitischer Sicht wäre es gut, diese Abhängigkeit vom fossilen Öl aufzulösen. Dann käme der Klimaschutz fast von selbst zum Tragen. Die Alternative heißt „Katan“, ein Kraftstoff aus forst- und landwirtschaftlichen Abfällen, katalytisch bei 300° Wirktemperatur hergestellt. Dieser wäre nicht nur CO2-neutral, sondern überall gewinnbar und noch dazu billiger als fossiler Kraftstoff.

Die Preissteigerungen an den heutigen Tankstellen sind freilich nur ein erster Indikator und noch keine Beeinträchtigung der Konjunktur. Dazu müsste die Straße von Hormus monatelang gesperrt sein. Waffentechnisch wird dies dem Iran nicht gelingen. Es werden auch alle Abschussbasen für Raketen und vielleicht auch Drohnen ausgeschaltet werden. Der Krieg wird im Iran implodieren. Er wird aber auch große Menschenopfer fordern, denn Krankenhäuser und Schulen werden als Schirm für die Abschussbasen eingesetzt. Dies kennen wir aus dem Gaza-Krieg. Womöglich wird sehr viel an ziviler Infrastruktur Irans zerstört. Nachschub für das Iran-Regime wird von Norden aus Russland und vor allem China ins Land kommen. Dadurch wird sich der Krieg hinziehen.

Ziel der USA ist einmal die Zerstörung des iranischen Atomprogramms. Das dürfte in kurzer Zeit zu schaffen sein. Ziel Nr. 2 der Sturz des Regimes dürfte viel langwieriger werden. Der neue Führer Mojtaba Khamenei ist ebenso brutal und hasserfüllt wie sein Vater. Wenn es nicht gelingt, ihn auszuschalten, werden sich die Bürger Irans nicht trauen, wieder auf die Straße zu gehen. Ein Feind von außen einigt eine Nation in der Verteidigung. So ist nicht zu erwarten, dass die iranische Armee die Revolutionsgarden ausschaltet.

Es wird sich bewahrheiten, dass ein Krieg allein aus der Luft nicht zu einem Regime-Wechsel führt. Die irakischen Kurden stehen als Bodentruppen zur Verfügung, doch sie sind nicht stark genug. Ihre Aufrüstung und Ausbildung werden Monate dauern. Der Ausgang der Schlachten bleibt unsicher. Soll sich deshalb Trump mit Ziel Nr. 1 begnügen und es in die Hand der Geschichte legen, dass die Iraner sich von innen von ihrem Regime befreien? Noch ein paar heftige Versuche, Mojtaba Khamenei zu töten und bei Mißlingen Rückzug? Trump möchte möglichst schnell sein Image als mordender Kriegsstifter wieder ablegen. Noch dazu soll die Wirtschaft der USA möglichst wenig gestört werden v.a. durch Inflation. ek