Der kommunale Rückblick auf 2025 steht im Context der ganzen Wahlperiode, die am 08.03.26 zu Ende geht. Nach Corona-Verzögerung zeigte im August der Markt mit dem historischen Festzug, zu was er fähig ist. Das ehrenamtliche Engagement von Frau Gerlinde Reinsch ist nur die Spitze der Gesamtleistung. Frau Reinsch wurde mit der Ehrenbürgerschaft entsprechend geehrt. Das Kostümentwerfen und -schneidern, die Logistik v.a. der mitwirkenden Pferde, der Schmuck der Wägen, das Engagement von vielen Musikkapellen bis hin zur Nachfeier auf dem Schäch-Reitplatz – um nur ein paar Punkte heraus zu greifen – hier wirkte Marktservice, Bauhof und ein riesiges Ehrenamt perfekt zusammen. Der Festzug wurde wieder zum schönsten und größten seit Beginn.
Doch es gibt auch einen Wermutstropfen: Die Feuerwehr und Polizei riegelten den Markt von außen so total ab, dass es Besucher schwer hatten, herein zu kommen. Es klatschten und jubelten viele Zuschauer am Straßenrand – und mit den Poperinger Gästen von der Tribüne –, doch es wurden nicht mehr als früher. Zudem gehört so ein Ereignis in den Rundfunk: in den Ankündigungen wie auch der Berichterstattung. Vielleicht muss diese Funktion einer eigenen Stelle übertragen werden, da der Marktservice zu sehr mit der Organisation des Zugs eingespannt ist. Aber dieser Kritikpunkt soll die Gesamtleistung nicht schmälern. Die Leidenschaft der Mitwirkenden steht im Mittelpunkt. Auch die Poperinger Gäste waren von ihrem Besuch des Marktes begeistert.
Eine weitere Superleistung im Veranstaltungsbereich stellte der Christkindlmarkt am 3. Advent dar mit den vielen lieben Details wie Holzblöcke mit Fellen als Sitze, die Figuren oder das Kinderprogramm am Deutschen Hopfenmuseum. So einen herzlichen Weihnachtsmarkt gibt es nur in Wolnzach. Jedes Jahr denkt sich der Marktservice Neues aus, das zum Bewährten garniert wird. Die Wolnzacher schätzten dies sehr wohl. Auch das Wetter passte gerade noch. Es kamen mehr Besucher denn je. Der riesige Aufwand – bis hin zum Abbau – hat sich doch gelohnt. Mit dem Christkindlmarkt stellt Wolnzach seine Identität heraus, für die eigenen Bürger und den Besuchern von außen. Es ist der krönende Abschluss von Tagen der offenen Türen, Kindertag, Sommertraum (ehemaliges Wirtefest) und Volksfest neben vielen Ereignissen und Jubiläen, die Ortsteile mit eingezogen.
Wolnzach schloss 2025 auch seine „Digitalisierung“ ab. Die Glasfaserkabel wurden in jedes Haus gelegt. Jeden Tag entstanden neue Baustellen. Der Teerbelag der Straßen und Trottoirs zeugt von der vielen Buddelarbeit. Viele andere Orte sind noch nicht so weit im Breitbandausbau. In der Diskussion über den Stand der Digitalisierung ist dieser Punkt immer der wichtigste. Durch die KI wird auch die Software kräftig wachsen. Ohne schnelles Internet ist das nicht denkbar. Wenn die an der Verlegung der Kabel beteiligten Unternehmen eigene Telefonverträge anbieten, so ist Vorsicht geboten. Es traten mit den neuen Verbindungen tagelange Ausfälle ein. Viele Anschlüsse sind auch noch nicht an das interne Hausnetz angeschlossen. Doch die Gemeinde hat ihren Teil geleistet. Das soll auch einmal ausdrücklich gewürdigt werden.
Als Bauwerk 2025 geht der neue Kindergarten „Wiesenhüpfer“ in die Geschichte des Marktes ein. Stattliche 10,3 Mio € hat er gekostet. Auch wenn Zuschüsse die Gesamtlast für die Bürger Wolnzachs stark senken, so wären neue Schulden die Folge gewesen. Doch diese wurden überflüssig, weil der größte Gewerbesteuerzahler des Marktes einen Rekordgewinn in 2023 einfuhr und über 3,5 Mio € mehr als üblich an Gewerbesteuer entrichtete. Das war der Glücksfall von 2025. Darüber sollten wir besonders dankbar sein und die Leistung dieses Unternehmens für den Markt würdigen. ek