Der Christbaum vor dem Rathaus ist errichtet, die Weihnachtsbeleuchtung hängt – nächsten Sonntag soll die „Illumination“ am Ende des Tages der Offenen Türen gefeiert werden. Der Nikolaus wird an die Kinder Geschenke verteilen. Die Weihnachtsmärkte öffnen, spätestens zum 1. Advent. Viele haben aber schon früher begonnen wie z. B. der in der Salzburger Altstadt, auch eine Tourismusattraktion dieser Kulturstadt. Mit der Adventszeit verbindet sich nicht nur Licht in die Dunkelheit der langen Nächte zu bringen, sondern auch in den Schaufenstern nach Ideen für Geschenke zu suchen. Hinzu kommen die unterschiedlichsten Weihnachtsfeiern mit mehr oder minder originellem Programm.
Viele empfingen die vier Wochen vor dem Heiligen Abend als stressig. Doch heuer fühlt es sich etwas ruhiger an – der Rezession im Land geschuldet. Da wird auch mancher Euro für Geschenke zweimal umgedreht. Vielleicht kommt so auch die Zeit der kleinen, kreativen Geschenke mit Selbstgebasteltem? Not macht erfinderisch. So fallen die Geschenke ideenreicher aus. Sie können die Grundlage für die nächsten Weihnachten werden – Geschenke, die nicht nach dem Preis, sondern mehr mit dem Herzen bestimmt werden. Hinzu kommen Ideen der Geschäfte. In Wolnzach füllen sie einen Schuh – natürlich mit sehr günstigen Artikeln, aber originell. Dahinter steht eine Aktion des Wolnzacher Gewerbeverbands in Zusammenarbeit mit dem Markt.
Der Wolnzacher Weihnachtsmarkt kann mit jedem der großen mithalten. Die Stände sind mit Liebe dekoriert und das Angebot an Kulinarik und Weihnachtsartikeln hinreichend groß. Das Wetter sollte halt passen. Vermutlich wird es am 3. Advent auch schon wieder wärmer werden. In den letzten Jahren fielen Dezember und Januar immer sehr milde aus. Wegen des Klimawandels werden sie eher wärmer werden. Der Weihnachtsmarkt trägt auch viel zum Empfinden des Miteinanders und der Begegnung bei. Das sollte auch bei den anderen großen Veranstaltungen im Markt nicht übersehen werden. Besonders originell ist auch der Geroldshausener Weihnachtsmarkt am 2. Adventssonntag – klein, aber immer mit Feuer und starken
heißen Drinks. Hier spricht die Dorfseele.
Die Wolnzacher Einzelhändler blicken mit einem gewissen Optimismus auf die Weihnachtseinkäufe, sind sie doch prädestiniert für kleinere Geschenke und spontane Entscheidungen. Der Online-Handel hat sich seinen Marktanteil schon erobert. Heuer dürfte er nicht mehr wachsen. Vielleicht schöpfen die Billig-Chinesen bei den kleinen Geschenken noch ab, vorallem weil ihre Zukunft kritisch einzustufen ist, und die niedrigen Preise doch verführen. Bei ihnen ist immer Schwarzer Freitag. Allerdings haben ihre Produkte ein schlechtes Image und sollten vom Beschenkten nicht als Temu & Co. erkannt werden.
Weihnachten ist auch das Fest des Friedens. In der Familie ist dieses Ziel überschaubar und braucht nur ein großes Herz. Mit dem Weltfrieden ist dies viel schwieriger. In der Ukraine wird es sicher keinen geben: Putin will die Kapitulation erkämpfen und Selenskij haben keine Bereitschaft, ihr Gebiet aufzugeben. Für was hätten sie so tapfer gekämpft? Im Gaza laufen die Friedensbemühungen Trumps besser. Doch die Hamas will sich nicht entwaffnen und die Palästinenser wollen nicht den Gaza-Streifen räumen. Zudem will sie auch kein Land aufnehmen. Andere Kriegsgebiete haben unsere Medien wieder ausgeblendet. Im Sudan wird weiter gekämpft, solange wie von den Unterstützern Waffen an die jeweilige Seite geliefert wird. Auf Taiwan spitzt sich die Aggression Chinas immer mehr zu. Ein Krieg ist dort absehbar.
Die Kommunalwahlen werfen ihre Schatten voraus. Da ein Wettkampf in der Vorweihnachtszeit terminlich und thematisch schlecht passt, wird sich alles auf den Januar konzentrieren. Warum auch nicht? Vielleicht ist es auch gut, dass Diskussionen rund um die AfD im Advent ausgeblendet werden. Im Januar greifen bereits gewisse Investitionen in die Infrastruktur. Dann könnte es mit der Wirtschaft schon bergauf gehen. Das wäre freilich das schönste Weihnachtsgeschenk für Deutschland. ek